04 - Zusammenfassung und Ausblick
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Weiterführende AspekteQualitätskriterien im Unterricht thematisierenQualitätskriterien von fremden Erklärvideos bieten eine spannende Grundlage für gemeinsame Reflektionsprozesse mit den eigenen Lernende (Anders, 2019). So können diese bspw. selbst (ggf. unter Anleitung) Kriterien entwicklen oder es werden bereits bestehende Kriterien mit ihnen zusammen reflektiert. Hierfür eignet sich insbesondere der Einsatz von gelungenen und weniger gelungenen Videos. Ein interessantes Beispiel hierzu liefert das Projekt Ich zeig es Dir – HOCH 2“ (kurz IZED2). Hier wurden zusammen mit 9- bis 12-Jährigen Schülerinnen und Schülern gemeinsam Kriterien in einem zweistündigen Workshop erarbeitet. Die schlussendliche Liste enthält viele interressant Aspekte, die sich auch in wissenschaftlichen Beurteilungsrastern finden. Kriterienliste aus dem Projekt
Auch das individuelle Nutzungsverhalten bzw. der Einsatz von Erklärvideos im Unterricht bieten Möglichkeiten zur Reflexion mit der eigenen Lerngruppe (Anders, 2019). Wolf (2018) betont in diesem Zusammenhang, dass die Eigenrecherche von Lernenden nur dann zielführend ist, wenn sie Teil einer komplexeren Aufgabenstellung durch die Lehrkraft ist. Dies zeigt sich auch an den Kriterien, die Lernende bei der Auswahl von Videos nutzen: Hier dominieren Aspekte, wie bspw. die Verständlichkeit, eine witzige und spannende Gestaltung oder die gute Struktur eines Videos (Wolf und Kulgemeyer, 2016). Erklärvideos erstellen (lassen)Die hier aufgeführten Beurteilungskriterien können ebenfalls genutzt werden, um entweder selber Erklärvideos zu erstellen oder die Schülerinnen und Schüler dazu zu ermutigen, dies zu tun. Insbesondere die Eigenproduktion von Erklärvideos durch bzw. mit den Lernenden zeigt hierbei positive Effekte auf den Wissenserwerb, die Motivation oder auch das Autonomieempfinden (z.B. Hoogerheide et al., 2016; Coates et al., 2019). Insbesondere werden die Lernenden in ihrem eigenen Fachwissen und ihren kommunikativen Fähigkeiten zielführend gefordert und letztlich auch gefördert (Wolf, 2018). Im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht können von Lernenden produzierte Videos außerdem als Diagnosetool für die Lehrkraft eingesetzt werden, um alternative Erklärungswege oder als alternative Lernendenvorstellungen zu analysieren. Erklärvideos, die durch die Lehrkraft produziert wurden, können bspw. als Wiederholung den Lernenden zur Verfügung gestellt werden oder auch im Sinne eines Flipped oder inverted Classrooms (s. vorherige Seite) zur Vorbereitung dienen (Wolf und Kulgemeyer, 2016) |
Verwendete und weiterführende LiteraturVerwendete LiteraturLiteraturangaben Literaturverzeichnis Weiterführende LiteraturErklärvideos:
Konstruktivistische Lernumgebungen:
LiteraturtippsErklärvideos:
flipped classroom:
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Aufgaben zur VertiefungDie folgenden Aufgaben dienen der weiteren Vertiefung der Thematik. Insbesondere in Richtung einer unterrichtspraktischen Umsetzung der in diesem Szenario dargestellten Inhalte. Ich möchte Sie daher gerne ermutigen, diese einmal zu bearbeiten. 1) Wie bereits erwähnt, ist die wissenschaftliche (also methodisch kontrollierte) Analyse von Erklärvideos eine zeitintensive Aufgabe. Sofern Sie diesen Prozess einmal nachvollziehen möchten, finden Sie an dieser Stelle eine beispielhafte Analyse aus dem Bereich der Chemiedidaktik. Beispielhafte Analyse 2) Die Eigenproduktion von Videos durch die Lernenden ist mit vielen Vorteilen verbunden. Allerdings ist auch dies ein zeitintensiver Prozess, der nicht bei jeder Thematik angebracht ist. Recherchieren Sie Themenrecherche innerhalb Ihres Faches, die Sie für geeignet ansehen. 3) Im Rahmen diese Szenarios wurden verschiedene Möglichkeiten skizziert, wie Erklärvideos in den Unterricht eingebunden werden können. Gerne können Sie selbst an dieser Stelle kreativ werden und konkret anhand einer Unterrichtseinheit planen, wie und welche Videos Sie mit welcher Zielstellung einbinden würden. |
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