Cache leeren

Um Beeinträchtigungen nach dem Update zu vermeiden, empfehlen wir die Browserdaten / den Cache Ihres verwendeten Browsers vollständig zu löschen.

03.2 - Anwendungsbeispiele und Definition

Reiter

Anwendungsbeispiele

Kehren wir zurück zum eingangs verwendeten Beispiel. Die Reduktionsteilgleichung haben wir oben bereits formuliert. Es fehlt dementsprechend noch die Oxidationsteilgleichung. Um diese formulieren zu können, müssen das Edukt (Ethanol) und das Produkt (Ethanal) miteinander verglichen werden. 

Wie zu erkennen ist, verändert sich die Oxidationszahl bei dem Kohlenstoff-Atom, welches im Ethanol-Molekül die Hydroxy-Gruppe trägt von -I zu +I. Den Regeln folgend, entspricht dies formal zwei Elektronen, die im Zuge dieser Reaktion abgegeben wurden. Daher können wir die folgende Oxidationsteilgleichung formulieren: 

Oxidation (Elektronenabgabe): CH3CH2OH  → CH3CHO + 2 e- + 2 H+ 

Zusammen mit der Teilgleichung für die Reduktion ergibt sich folgende Redox-Gleichung:

Reduktion (Elektronenaufnahme): CuO + 2 e- + 2 H→ Cu + H2O<hr>
</hr>Redoxreaktion (mit Elektronen und H+-Ionen): CH3CH2OH + CuO + 2 e- + 2 H+ → CH3CHO + Cu + H2O + 2 e- + 2 H+ 
Redoxreaktion (ohne Elektronen und H+-Ionen): CH3CH2OH + CuO  → CH3CHO + Cu + H2O

Die Oxidationszahlen können als Hilfsmittel eingesetzt werden, um zu bestimmen, wie viele Elektronen ein Atom im Zuge einer Redoxreaktion aufnimmt bzw. abgibt.

Erweiterung der bisherigen Definition

Die bislang bekannte Definition kann um die Oxidationszahlen erweitert werden:

  • Eine Oxidation kann nun auch als die Erhöhung der Oxidationszahl eines Atoms beschrieben werden.
  • Eine Reduktion kann nun auch als die Erniedrigung der Oxidationszahl eines Atoms beschrieben werden.
Die entsprechenden Atome können demnach tatsächlich oder formal Elektronen aufnehmen bzw. abgeben.