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Interaktiv zu motivierten Studierenden und nachhaltigen Lernprozessen

Frie, Leandra [510-MKX] - 20. Februar 2026, 15:19

Interaktive Lehre von architektonischen Tragwerken

Hallendächer großer Stadien und Brücken haben gemeinsam, dass für die Konstruktion dieser Tragwerke komplizierte Berechnungen notwendig sind. Wie der Umgang mit mathematischen Formeln in diesem Teilgebiet der Architektur gelingen kann, zeigte Prof. Dr. Eike Schling. Mit seinem durchdachten Veranstaltungskonzept gelingt es ihm, die Studierenden zu begeistern – und selbst mit Freude dabei zu sein. Ein guter Grund hier an dieser Stelle vom „Lehre am Mittag“-Termin mit Herrn Prof. Dr. Schling zu berichten.

Die Grundlage für das Konzept ist, das Thema aus verschiedenen Perspektiven anzugehen: wissenschaftlich/experimentell, analytisch, grafisch und intuitiv. Gerade diese verschiedenen Herangehensweisen geben Raum, didaktische Ideen zu entwickeln, um den Lernprozess motivierend und nachhaltig zu gestalten.

Lehre am Mittag am 05.12.2025. Interaktive Lehre von architektonischen Tragwerken.

Experimente, Feedback, Motivation.
Referent: Prof. Dr.-Ing. Eike Schling, Architekt (BYAK), Institut für Entwerfen und Konstruieren | Tragwerke und Baustoffe

Wissenschaftlich – Intuitiv - Experimentell

Orientiert an Bloom’s Lernziel-Taxonomie1 werden die verschiedenen Elemente der Veranstaltung den einzelnen Wissensstufen zugeordnet. 

Quelle: Schling, Eike: Interaktive Lehre von Architektonischen Tragwerken. Experimente, Feedback, Motivation. Unveröffentlicher Vortrag „Lehre am Mittag“ am 05.12.2025, Folie 34.

Ob eine Methode zur intuitiven, experimentellen, analytischen oder praktischen Wissensaneignung genutzt wird, hängt auch von den Inhalten und der jeweiligen Lehrsituation ab. Im Folgenden möchte ich dazu kurz Beispiele nennen. 

In der Vorlesung wird z.B. Mentimeter eingesetzt. Mentimeter gehört zu den Audience Response Systemen2, mit denen digital gestützte Hörsaalumfragen durchgeführt werden können, um unmittelbar Feedback zum Wissensstand zu erhalten und z.B. das Vorhandensein von Fehlkonzepten aufzudecken.

Quelle: Schling, Eike: Interaktive Lehre von Architektonischen Tragwerken. Experimente, Feedback, Motivation. Unveröffentlicher Vortrag „Lehre am Mittag“ am 05.12.2025, Folie 36.

Ganz praktisch und zum „Anfassen“ werden experimentelle Situationen in der Vorlesung hergestellt. Dieses Vorgehen erhöht die Anschaulichkeit und die Nachhaltigkeit der Wissensvermittlung. Sie fordern zur Analyse und Beurteilung heraus.

Quelle: Schling, Eike: Interaktive Lehre von Architektonischen Tragwerken. Experimente, Feedback, Motivation. Unveröffentlicher Vortrag „Lehre am Mittag“ am 05.12.2025, Folie 41.

Begleitende wöchentliche Arbeitsblätter in ILIAS dienen zum Üben und um Gelerntes anzuwenden. Gelerntes kann so gefestigt werden, Merkzettel unterstützen dabei. Auch ChatGPT findet hier zur Lösung von Aufgaben einen Platz, indem es bewusst für bestimmte Fragestellungen eingesetzt werden kann und soll. 

Quelle: Schling, Eike: Interaktive Lehre von Architektonischen Tragwerken. Experimente, Feedback, Motivation. Unveröffentlicher Vortrag „Lehre am Mittag“ am 05.12.2025, Folie 35.

Eine intensive und kreative Auseinandersetzung mit dem Lehrstoff auf höherer Wissensstufe wie Anwenden und Beurteilen erfordern Gruppenarbeitsaufträge wie die Erstellung von Modellen oder Videos, die z.B. Gesetzmäßigkeiten der Tragkraft visualisieren sollen.

Quelle: Schling, Eike: Interaktive Lehre von Architektonischen Tragwerken. Experimente, Feedback, Motivation. Unveröffentlicher Vortrag „Lehre am Mittag“ am 05.12.2025, Folie 48.

Feedback bitte!

Feedback ist unerlässlich für einen guten Lernprozess. Die verschiedenen Methoden und Formate erlauben es an vielen Stellen – vom Lehrenden an die Studierenden und umgekehrt. So nutzt Herr Prof. Dr. Schling die verschiedenen Lehrsituationen, um sich genau diese Rückmeldungen einzuholen und ggf. den Lehrprozess anzupassen (siehe oben Folie 34).

Für die Studierenden werden aufwändige Tabellen gepflegt, die ein komplexes Bewertungssystem widerspiegeln und alle Leistungen – Arbeitsblätter, Gruppenarbeiten mit Lehrvideos, Modellbau und Experimenten angemessen aufzunehmen. Für die Studierenden bietet dies einen differenzierten Einblick in ihre eigenen Lernstände sowie Stärken und Schwächen.

Mein persönliches Take Away

Insgesamt konnte ich im Blogbeitrag nur einige Schlaglichter zum Beitrag von Herrn Prof. Schling im Rahmen von Lehre am Mittag zeigen. Beeindruckt hat mich einerseits, wie gut hier verschiedene didaktische Elemente zu einem Ganzen zusammengefügt werden und andererseits der Ideenreichtum ihrer Ausgestaltung. Zum Nachdenken bringt mich der Aufwand, den ein motivierendes und nachhaltiges Konzept bedeuten kann. Herr Prof. Schling kann sich hierbei zum Glück auf sein engagiertes Team stützen.

1  Definition Lernzieltaxonomien e-teaching.org   
2  An der LUH sind alternativ nutzbar CliqR (integriert in Stud.IP) und EduVote über die Academic Cloud. Zum methodischen Einsatz von Audience Responsesystemen lesen Sie in unserem Selbstlernmodul „Konzeption digitaler Lehre“ (Login mit WebSSO notwendig)

Interessiert am Vortrag und an „Lehre am Mittag“?

Die Folien zu diesem Termin können in der Stud.IP-Veranstaltung „Lehre am Mittag“ angesehen und heruntergeladen werden.

Und mehr Infos über „Lehre am Mittag“ finden Sie auf unserer Webseite oder im bereits veröffentlichen Blogpost „Lehre am Mittag – Inspiration aus der Praxis für die Praxis“.

Autorin: Claudia Frie

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