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Cognitive Theory of Multimedia Learning

Effekt von Lernvideos auf die Lernwirksamkeit nach der Cognitive Theory of Multimedia Learning

Cognitive Theory of Multimedia Learning

Die weitverbreitete, kognitionspsychologische Theorie des mulitmedialen Lernens nach Richard E. Mayer beschreibt, wie multimediales Lernmaterial kognitiv verarbeitet wird (Scheiter 2019). Für Mayers Modell lassen sich drei Grundannahmen formulieren:
  1. Das Arbeitsgedächtnis verfügt über zwei getrennte Informationsverarbeitungskanäle, sodass auditiv/verbale und visuell/bildhafte Reize unabhängig voneinader verarbeitet werden können. (Rey 2009)
  2. Nur eine begrenzte Anzahl an Informationen kann zeitgleich verarbeitet werden. Diese Annahme ist ebefalls wesentlicher Bestandteil der Cognitiv Load Theorie. (Rey 2009)
  3. Lernende müssen sich aktiv mit den Informationen aus dem Lernmaterial auseinandersetzen, um eine zusammenhängende und in sich schlüssige mentale Repräsentation des Gegenstands entwickeln zu können (Rey 2009). Mit dieser Annahme beschäftigt sich ebenfalls der Konstruktivismus, der eine grundlegende Lerntheorie darstellt.
  1. Das Arbeitsgedächtnis verfügt über zwei getrennte Informationsverarbeitungskanäle, sodass auditiv/verbale und visuell/bildhafte Reize unabhängig voneinader verarbeitet werden können. (Rey 2009)
  2. Nur eine begrenzte Anzahl an Informationen kann zeitgleich verarbeitet werden. Diese Annahme ist ebefalls wesentlicher Bestandteil der Cognitiv Load Theorie. (Rey 2009)
  3. Lernende müssen sich aktiv mit den Informationen aus dem Lernmaterial auseinandersetzen, um eine zusammenhängende und in sich schlüssige mentale Repräsentation des Gegenstands entwickeln zu können (Rey 2009). Mit dieser Annahme beschäftigt sich ebenfalls der Konstruktivismus, der eine grundlegende Lerntheorie darstellt.

Aus der Cognitiv Theory of Multimedia Learning lassen sich für die Gestaltung von Lernmaterialien einige Prinzipien ableiten:

  • Multimedia-Prinzip: Texte sind lernwirksamer, wenn sie mit Bildern kombiniert werden als wenn sie alleine stehen. (Fleischer & Nerdel 2017)
  • Modalitäts-Prinzip: Materialien sind lernwirksamer, wenn Bilder mit gesprochenem anstelle von geschriebenen Texten ergänzt werden. Durch die Bilder wird der visuelle Verarbeitungskanal im Arbeitsgedächtnis aktiviert, während durch das gesprochene Wort der auditive Kanal aktiviert wird, sodass potentiell mehr Informationen zeitgleich vom Arbeitsgedächtnis verarbeitet werden können. (Fleischer & Nerdel 2017)
  • Kontiguitäts-Prinzip: Text-Bild-Kombinationen sind lernwirksamer, wenn beide Repräsentationen in enger zeitlicher und räumlicher Nähe zueinander stehen. Wenn sie getrennt dargestellt werden, müssen Lernende mehrere Darstellungen gleichzeitig beachten. Das Arbeitsgedächtnis kann hierdurch überfordert werden, weil die Aufmerksamkeit geteilt werden muss (split-attention effect). (Fleischer & Nerdel 2017)
  • Kohärenz-Prinzip: Für das Lernziel nicht relevante Inhalte beeinträchtigen die Lernwirksamkeit, da nur eine begrenzte Anzahl an Informationen verarbeitet werden können (vgl. Grundannahme 2). Überschüssige Informationen sollten daher aus dem Lernmaterial entfernt werden. (Fleischer & Nerdel 2017)

Durch den Einsatz von Lernvideos können diese Prinzipien erfüllt werden. Es können hierbei auditv/verbale und visuell/bildhafte Darbietungsformen kombiniert werden, um die Lernwirksamkeit von Materialien zu erhöhen (Multimedia- und Modalitätsprinzip). Ebenso lassen sich geschriebene Texte durch gesprochene Texte ersetzen (Kontiguitätsprinzip). Bei selbsterstellten Lernvideos können die Inhalte zudem entsprechend des leitenden Lernziels ausgewählt werden (Kohärenz-Prinzip).

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