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digitaLe Grundlagenkurs

Relevanz von textlichen Medien

Texte sind nach dem Duden "[schriftlich fixiert] im Wortlaut festgelegte, inhaltlich zusammenhängende Folge[n] von Aussagen".

Aufkommen und Verbreitung von Schrift

Zu Beginn diente die Schrift weniger der sozialen Kommunikation, sondern wurde neben religiösen Funktionen schon sehr früh für den Handel und die Buchhaltung gebraucht. Sie wurde zu einem effektiven Instrument staatlicher Kontrolle über die Untertanen. Demnach war es nur der Elite möglich, über Schrift zu kommunizieren, und dieses Privileg stellte dadurch einen hohen Machtfaktor dar. Weiterhin war es den meisten Menschen in der damaligen Zeit nicht möglich zu lesen zu und zu schreiben. Die Hauptfunktion war die Speicherung von Informationen, sodass man auch über zeitliche Distanz kommunizieren und Informationen weitergeben konnte.
Im 13. Jahrhundert wurde dann die erste eigene Papierindustrie in Europa erbaut, welche von den Arabern bereits zuvor genutzt wurde, aber als gut gehütetes Geheimnis galt. Ab dem 14. Jh. wurden schließlich vermehrt Nachrichten übermittelt, welche im allgemeinen Interesse standen. Es kam nach und nach zu einem Ausbau des Vermittlungsnetzes und zu einer Professionalisierung von Schreibern, sodass die ersten Briefzeitungen in Umlauf gingen und damit Nachrichten verbreitet wurden. Im 16. Jh. erschienen dann die ersten Zeitungen regelmäßig, erst handschriftlich, nach Präzisierung des Druckes durch Gutenberg dann gedruckt. Somit gingen auch die Zahlen der Analphabeten ab dem 17. Jh. stark zurück, da zu dieser Zeit auch die Schulpflicht eingeführt wurde. 
Durch Ada Lovelace, eine britische Mathematikerin, wurde ein Grundstein für die ersten Computer gelegt. Sie war quasi die erste Programmiererin und trug einen erheblichen Anteil zur Entwicklung der Analytical Engine bei. Durch ihre Arbeit konnte sie den ersten Algorithmus zur Berechnung von Bernoulli-Zahlen entwickeln, welcher für einen Computer gedacht war und war ihrer Zeit damit um einiges voraus. Damit schuf sie die Grundlage für die technische Codierung von Schrift, sodass Texte heutzutage so schnell verfasst, kopiert und verbreitet werden können, wie es vor vielen Jahren nicht denkbar gewesen wäre.

Heutzutage werden die Menschen stets durch Schrift und Sprache in ihrem Alltag begleitet. Uns erscheint es selbstverständlich, Sprache zu verstehen sowie Texte lesen und auch selbst verfassen zu können. Die Tatsache, dass die Entwicklung der Schrift Jahrtausende andauerte und dass Kinder mehrere Jahre benötigen, um sprechen, lesen und schreiben zu lernen, verdeutlicht, dass Lesen und Schreiben eine "schwierig zu erwerbende Kulturleistung der Menscheit darstellt" (Hasebrook, 1995). Demzufolge ist es eine komplizierte Fertigkeit, Texte zu verstehen. 

Texte begegnen uns also überall und sind ein fester Bestandteil unseres Lebens. Aber Text ist nicht gleich Text! 

Es gibt viele verschiedene Textarten, die sich in Aufbau, Stil und Verwendung unterscheiden. 
Die Textarten lassen sich in folgende Kategorien einteilen:
  1. Sachtexte
  2. literarische Texte
Die Textarbeit besteht aus dem Lesen, Verstehen und "Handbarmachen" von Texten. Es gibt verschiedene Methoden mit einem Text zu arbeiten und diesen neu zu gestalten. 
  • Text auf Duden online https://www.duden.de/rechtschreibung/Text_Aeuszerung_Schrift
  • Hasebrook, J. (1995). Multimedia-Psychologie. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag


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