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digitaLe Grundlagenkurs

Lernen über Social Media - Unterrichtsgegenstand

Soziale Medien nehmen insbesondere bei Jugendlichen einen großen Raum ein bei ihrer Mediennutzung. Für die Medienpädagogik tun sich dadurch neue Herausforderungen auf. Nach einer aktuellen Untersuchung des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs), die die Entwicklung des Medienhandelns von Jugendlichen erfasste, besitzen zum Beispiel schon 94 Prozent der 12- bis 13-jährigen ein Smartphone (2023). Bei den 14-bis 15-jährigen sind es 95% und bei den 16- bis 17- jährigen mit 97 %. Der Spitzenwert wird von den 18- bis 19-jährigen dargestellt, von denen ganze 99% ein Smartphone besitzen. Zur Nutzungshäufigkeit befragt, gaben 95% der Befragten an, täglich im Internet unterwegs zu sein. Unter den zehn beliebtesten Internetangebote befinden sich mit Instagram (31%), TikTok (25%), YouTube (25%), Snapchat (19%) und Facebook (7%) vier Social-Media Plattformen (ebd.).

Abbildung 1: Mediennutzung - JIM Studie 2023 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest

Einfluss auf die Berichterstattung

Gerade die oben genannten Plattformen konkurrieren um die Aufmerksamkeit der Nutzenden. Jugendliche sollten demnach in der Schule verstärkt im Bereich Medienkompetenz unterrichtet werden, besonders im  kritischen Umgang mit Quellen, besonders jenen, die sich hoher Beliebtheit erfreuen. Wie bereits angesprochen besteht heutzutage immer eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass BIlder oder Videos durch KI-Tools generiert wurden. Zudem ist gerade bei der Berichterstattung in den sozialen Medien ein Wandel zu vernehmen. Orientieren sich die Nachrichtenhäuser über klassische Medienwege wie Zeitung oder Fernsehen meistesgehend darauf, seriös und objektiv zu berichten, kam durch Social Media eine neue Vorgehensweise auf, Ereignisse emotionaler und spannender darzustellen, als es journalistisch notwendig wäre. Dadurch greifen entsprechende Newsseiten bei ihren Postings auf Verkürzungen zurück und sachlich eingeordnete Inhalte geraten zunehmend in den Hintergrund. Ein Mittel von Social-Media Redakteur*innen ist es zum Beispiel emotionalisierende Schlagzeilen für die entsprechende News zu verwenden, die den Mediennutzer*innen zum Lesen eines Artikels verleiten sollen. Dies wird mit dem Begriff Clickbaiting festgehalten. Ein Antreiber dieser Entwicklungen ist, dass in den Medienhäusern erfasst wird, wie oft ein Artikel auf den Social-Media Seiten angeklickt und auch wirklich gelesen wird. Daraus kann intern abgeleitet werden, ob die jeweilige Redaktion positive Zahlen generiert, und es können bei unterdurchschnittlichen Interaktionszahlen Strategien entwickelt werden, die Clickbaiting enthalten. Die Folge wären weniger sachliche und informative Artikel, demnach weniger ausführlichere Hintergrundberichte – eine versteckte Folge der Entwicklung von Nachrichtenplattformen auf Social-Media Seiten.

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  • Bundeszentrale für politische Bildung 2023, https://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/542670/deepfakes-wenn-man-augen-und-ohren-nicht-mehr-trauen-kann/)
  • Bundeszentrale für politische Bildung 2017


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